Bernd Kohlhepp – 10. April 2021

Mit dem Faust aufs Auge

Herr Kohlhepp gibt den „Faust“. Und das macht er nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern um das vor sich hin dümpelnde Abendland zu retten.  Was wäre dafür besser geeignet als Goethes  „Faust“? Kein Stück zählt mehr allgemeingültige Zitate, keines wird öfter gespielt – und kein Stück hat höheren Nährwert…


Wie erkennt man, was „die Welt im Innersten zusammen hält“, vor allem dann, wenn diese Welt hauptsächlich aus Facebook, Twitter und WhatsApp besteht? Aus diesem Grund schwebt Herrn Kohlhepp eine Art faustische Bildungsoffensive vor, eine mephistophelische Exzellenzinitiative…
Dass unterdessen Ehe und  Erziehungsgrundsätze scheitern und er am gesamten Bildungssystem verzweifelt, erträgt er tapfer: in einer Mischung aus irrwitziger Strebsamkeit und komödiantischer Triebhaftigkeit, garniert mit verblüffenden Erkenntnissen.  Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Aber beide nur zur Miete…

Pressestimmen
Er rezitiert und deklamiert, dass es eine Wucht und eine Pracht ist.
(Tübinger Tageblatt)
Wenn Kohlhepp sich an Goethe vergreift, dann ist das sehr, sehr lustig. Vor allem, wenn er sich den Zopf umschnallt…
(Reutlinger Generalanzeiger)